Jerewan-Entwicklungs-Tracker

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Noragyugh — „Jerewans neues Zentrum“

Genehmigt, vor Baubeginn

Das Noragyugh-Viertel im Bezirk Kentron, auf dem Paskevich-Hügel am Rand der Hrazdan-Schlucht, soll zu einem neuen Stadtzentrum umgebaut werden. Geplant sind auf 83,9 Hektar rund 155 Gebäude für etwa 65.000 Einwohner, die Umsetzung soll etwa zehn Jahre dauern.

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Noragyugh — „Jerewans neues Zentrum“

Aktueller Stand

In Noragyugh sind die Beschlüsse für Enteignungen gefasst, gebaut wird aber nicht. Die Regierung genehmigte das Vorhaben am 29. Januar 2026 und ermächtigte den Bürgermeister, Erwerbsverträge mit DITI Construction und DITI Development zu schließen. Mit Beschluss Nr. 567 vom 23. April erklärte sie rund 81 Hektar zum vorrangigen öffentlichen Interesse; Eigentümer sollen den Marktwert plus 30 % erhalten. Laut Stadtverwaltung sollten danach Bewertung und Entschädigung folgen, doch über Bewertungen oder Entschädigungsangebote ist öffentlich bisher nichts bekannt. Das im August verabschiedete Regierungsprogramm 2026–2031 kündigt den Start des Projekts an, nennt aber weder Frist noch Budget. Der Bürgermeister warb im Juni und erneut im September bei Investoren dafür. Stand 25. Oktober 2026 gibt es keine unterzeichnete Investitionsvereinbarung und keinen benannten Geldgeber. Die technisch-wirtschaftliche Begründung ist nicht veröffentlicht, einen Architekturwettbewerb gab es nicht, ebenso wenig einen Baubeginn. Rechtsgrundlage ist der am 10. September 2024 beschlossene Generalplan, davor hatte die Hauptstadt vier Jahre lang keinen gültigen Generalplan.

So entsteht diese Seite

Jeder Eintrag der Zeitpläne verweist auf eine datierte, veröffentlichte Quelle – Regierungsbeschluss, offizielle Mitteilung der Stadt, unterzeichneten Vertrag, abgeschlossene Ausschreibung, Gerichtsdokument oder den Bericht eines seriösen Mediums, der den Sachverhalt belegt. Versprechen und künftige Fristen stehen separat unter „Als Nächstes beobachten“.

Bestätigte Meilensteine

  1. Bürgermeister beauftragt französische Architekten mit Konzept für Noragyugh

    Nach Angaben der Stadtverwaltung traf Bürgermeister Avinyan französische Architekten, unter ihnen Jean-Michel Wilmotte, und beauftragte sie, Probleme und Perspektiven des Viertels zu untersuchen und Konzeptvorschläge vorzulegen. Von Budget, Zeitplan oder Finanzierung war keine Rede.

  2. Wilmotte stellt in Paris Konzepte für Noragyugh und die Kaskade vor

    In Paris zeigte Jean-Michel Wilmotte Bürgermeister Avinyan zwei Varianten zur Fertigstellung der Kaskade und ein Projekt zur Umgestaltung von Noragyugh, dem Viertel nahe dem Stadtzentrum.

  3. Transparency International rät von der Genehmigung des Generalplan-Entwurfs ab

    Nach einer öffentlichen Anhörung im Rathaus am 8. August 2024 veröffentlichte das Antikorruptionszentrum von Transparency International seine Anmerkungen zum Entwurf des Generalplans und zur strategischen Umweltprüfung. Die Bevölkerungszahlen passten nicht zusammen, hieß es, der Entwurf solle zur Überarbeitung zurückgehen.

    Quellen:Hetq
  4. Ältestenrat verabschiedet den neuen Generalplan von Jerewan

    Der Ältestenrat stimmte mit 32 zu 13 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu. Der GIS-gestützte Plan stammt von Yerevan Project CJSC und stellt unter anderem die Hrazdan-Schlucht als besonders geschützte Grünzone unter Baubeschränkungen.

  5. Regierung genehmigt das Noragyugh-Programm und erlaubt Enteignungen

    Das Kabinett genehmigte das Programm und ermächtigte den Bürgermeister von Jerewan, im Namen des Staates Erwerbsverträge mit DITI Construction CJSC und DITI Development CJSC zu schließen. Vorgestellt wurden 83,9 Hektar, 155 Gebäude, etwa 2–2,5 Millionen m² und rund 65.000 Einwohner. Das Areal umfasst das Gebiet um den Paskevich-Hügel bis an die Hrazdan-Schlucht, Eigentümer sollen den Marktwert plus 30 % bekommen.

  6. Ministeriumsentwurf benennt die DITI-Firmen als Projektbetreiber

    Ein Entwurf des Ministeriums für Territorialverwaltung und Infrastruktur verortet das betroffene Gebiet im Viertel Noragyugh in Kentron, an der Kreuzung von Isakov- und Monte-Melkonyan-Allee und am Paskevich-Hügel. DITI Construction und DITI Development sollen die Immobilien erwerben und das Projekt betreiben. Verabschiedet war das Papier zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

  7. Regierung erklärt Noragyugh zum vorrangigen öffentlichen Interesse

    Beschluss Nr. 567 betrifft rund 81 Hektar, begrenzt vom Verkehrsknoten der Isakov- und der Monte-Melkonyan-Allee, dem Paskevich-Hügel und der Hrazdan-Schlucht. Betreiber und Erwerber der Immobilien sind die DITI-Firmen, Eigentümer sollen den Marktwert plus 30 % erhalten. Damit in der richtigen Reihenfolge gebaut wird, gilt ein Verhältnis von 1:2: Im flachen Teil darf der Betreiber erst erwerben, wenn er auf einer vergleichbaren Fläche am Hügel entsprechende Erwerbe abgeschlossen hat. Am 5. Mai kündigte die Stadtverwaltung an, auf dieser Grundlage mit Bewertung und Entschädigung zu beginnen. Termine nannte sie nicht.

  8. Avinyan stellt Noragyugh Investoren aus den VAE vor, ohne Vereinbarung

    Der Bürgermeister stellte das Projekt Ahmed Al Shamsi, Group CEO der Trojan Construction Holding, und Silk-Capital-Gründer Eduard Sukiasyan vor. Es ging auch um den Promenade-Komplex und die Dalma-Gärten. Unterschrieben wurde nichts.

  9. Parlament verabschiedet Regierungsprogramm, das den Start des Noragyugh-Projekts ankündigt

    Die Nationalversammlung nahm das Regierungsprogramm 2026–2031 mit 63 zu 24 Stimmen an. Im Kapitel Städtebau heißt es, das städtebauliche Investitionsprogramm „Downtown Yerevan“ in Noragyugh werde „gestartet“; eine Frist oder ein Budget steht nicht dabei. Gleich danach kündigt das Programm an, die Vorhaben für den Stadtwald Dalma und für Grünzonen in der Hrazdan-Schlucht und in Nork-Marash umzusetzen. Die Partei Zivilvertrag hatte im Wahlprogramm vom April 2026 noch 2036 als Zieljahr für das Projekt genannt.

  10. Bürgermeister bespricht Noragyugh mit Royal Front Investments und Dubai Duty Free

    Avinyan traf Sina Al Fattahi, Mitglied des Verwaltungsrats von Royal Front Investments, und Salah Tahlak von Dubai Duty Free. Besprochen wurden der Stand des Projekts, das Konzept und Investitionsmöglichkeiten; auf Telegram schrieb der Bürgermeister, das Interesse „wächst weiter“. Eine Vereinbarung, Summen oder Fristen wurden nicht bekannt.

Als Nächstes beobachten (noch nicht bestätigt)

  • Ob die Investorengespräche vom Juni und September zu einer unterzeichneten Investitionsvereinbarung und einem benannten Geldgeber führen.
  • Die Veröffentlichung der technisch-wirtschaftlichen Begründung. Nach Angaben der Stadtverwaltung wird daran noch gearbeitet.
  • Die ersten Bewertungen und Entschädigungsangebote nach Beschluss Nr. 567 und wie die 1:2-Regel zwischen Hügel und flachem Teil in der Praxis angewendet wird.
  • Ein Architekturwettbewerb oder ein genehmigter Masterplan für das Areal.
  • Wie das Vorhaben zum Generalplan von 2024 passt, der die Hrazdan-Schlucht zur besonders geschützten Grünzone erklärt hat.
Betroffene Bezirke:Kentron

Diese Seite dokumentiert Infrastruktur-Fakten, keine Preisprognose. Projekte können sich verzögern, ändern oder entfallen; ein bestätigter Meilenstein garantiert keine steigenden Preise.

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