Teil des Jerewan-Entwicklungs-Trackers
Metrostation Ajapnyak (11. Station der Metro Jerewan)
Genehmigt, vor BaubeginnDie neue Station soll das linke Hrasdan-Ufer an das Stadtzentrum anbinden; die Züge kämen von Barekamutyun durch Tunnel und über eine Brücke über die Schlucht. Kein anderes Infrastrukturprojekt könnte die Immobilienpreise im Westen Jerewans so stark verändern.
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Aktueller Stand
Die Planung ist fertig und auf dem Papier genehmigt. Die staatliche Prüfung bestand sie am 9. Juni 2025; das Finanzministerium gab das Programm über 107,3 Milliarden AMD am 20. April 2026 frei, der Ausschuss für öffentliche Investitionen genehmigte es am 1. Juli. Im September sagte der Premierminister, Russland könne der beste Partner sein, und der Bürgermeister erklärte, die Stadt habe bereits eine Vorauswahl von Firmen für das Projektmanagement. Im Oktober folgten öffentliche Anhörungen zu dem Beschlussentwurf, ohne den kein Grundstück enteignet werden kann. Gebaut wird noch nicht. Die Regierung hat den Enteignungsbeschluss nicht verabschiedet, für Bauüberwachung und Bau gibt es keine Ausschreibung, und es fehlen ein Auftragnehmer und eine gesicherte Finanzierung. Die Stadtverwaltung will nun 2027 schrittweise mit dem Bau beginnen. Mindestens vier frühere Starttermine sind bereits verstrichen, und verbindlich ist auch der neue noch nicht.
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Jeder Eintrag der Zeitpläne verweist auf eine datierte, veröffentlichte Quelle – Regierungsbeschluss, offizielle Mitteilung der Stadt, unterzeichneten Vertrag, abgeschlossene Ausschreibung, Gerichtsdokument oder den Bericht eines seriösen Mediums, der den Sachverhalt belegt. Versprechen und künftige Fristen stehen separat unter „Als Nächstes beobachten“.
Bestätigte Meilensteine
Regierung gibt 1,1 Mrd. AMD für die Planung der Station frei
Das Kabinett bewilligte 1,1 Milliarden AMD für Planung und Kostenschätzung; insgesamt sollte die Planung 1,848 Milliarden AMD kosten. Gegenüber dem sowjetischen Plan aus den 1980er-Jahren rückte die Station um 120 bis 140 m an die Kreuzung von Halabyan- und Abelyan-Straße. Die Strecke wurde damals mit rund 1,5 km angegeben, für den Bau rechnete man mit 48 Monaten.
Quellen:Epress.amPlanungsunterlagen abgegeben und zur staatlichen Prüfung eingereicht
Bürgermeister Tigran Avinyan zufolge hat der Auftragnehmer die vollständigen Planungsunterlagen abgegeben, die nun geprüft werden. Im folgenden Jahr solle die Stadt bereit sein, mit dem Bau zu beginnen.
Quellen:1lurer.am (Armenian Public TV)Planung besteht die staatliche Prüfung
Die Stadtverwaltung teilte mit, die Planungsunterlagen für die 11. Station hätten die staatliche Prüfung bestanden. Als Nächstes stünden die Freigabe der vollständigen Finanzierung, Enteignungen und Umsiedlungen im betroffenen Gebiet sowie die Vorbereitung der Bauausschreibung an.
Planung abgeschlossen, Ausschreibung in drei Losen
Avinyan erklärte die Planungsphase für beendet. Ausgeschrieben werde in drei Teilen: der Abschnitt von der Station Barekamutyun bis zur Hrasdan-Schlucht, die Brücke über die Schlucht und der Tunnel mit der Station.
Quellen:ARKA News AgencyStadt kürzt den Haushaltsposten 2025 von 9,6 auf 1,4 Mrd. AMD
Avinyan bestätigte, dass die Stadt ihre Mittel für die Station 2025 von 9,6 auf 1,4 Milliarden AMD gekürzt und mit einem Teil des Geldes 45 neue Oberleitungsbusse gekauft hat. Für 2026 seien 2 Milliarden AMD eingeplant.
Städtischer Beamter behauptet, der Planungsvertrag sei voll bezahlt, aber nur teilweise erfüllt worden
Tigran Mushegyan, im städtischen Büro für Investitionsprogramme für Verkehr und Metro zuständig, sagte öffentlich, der Planer habe die Entwurfsphase abgeschlossen, die Ausführungsunterlagen aber nicht geliefert. Bezahlt worden sei trotzdem der volle Vertrag über 1,848 Milliarden AMD, der beides umfasste.
Quellen:HetqStadt plant den Bau für 2026 bis 2031, Kosten 98 Mrd. AMD
Nach einer Sitzung im Rathaus hieß es, Bau und Montage sollten von 2026 bis 2031 laufen und 98 Milliarden AMD kosten. Zahlen sollte der Staatshaushalt, ohne internationale Kredite; gesteuert werden sollte nach FIDIC-Standards. Bis Juli 2026 war diese Finanzierungslinie wieder vom Tisch.
Quellen:VerelqBericht: Strafverfahren wegen der Vergabe der Planung
Laut Hetq hat das Ermittlungskomitee ein Verfahren wegen dienstlicher Fahrlässigkeit (Artikel 446 Absatz 1 Strafgesetzbuch) eingeleitet. Es geht um Beauftragung und Einkauf der Planung; die Unterlagen seien unvollständig, aber voll bezahlt worden. Ein Verdächtiger wurde nicht genannt. Das Datum ist das des Berichts.
Quellen:HetqStadt: Bauausschreibung könnte erst 2027 kommen
Der Erste Vizebürgermeister Armen Pambukhchyan sagte, die Bauausschreibung „könnte dieses oder nächstes Jahr angekündigt werden“. Alle Projektprüfungen seien abgeschlossen, die Vorbereitung habe aber länger gedauert als erwartet.
Quellen:ARKA News AgencyZwei von sieben Bewerbern für das Areal neben der Station präqualifiziert
Für die erste Runde eines zweistufigen Wettbewerbs um ein Investitionsprojekt auf dem Grundstück neben der künftigen Station hatten sich sieben lokale und internationale Firmen beworben, zwei kamen weiter. Sie sollten bis zum 3. März 2026 Konzeptskizzen und Machbarkeitsstudien einreichen.
Quellen:AravotLeistungsbeschreibung für die Bauüberwachung nach FIDIC liegt vor
Aneta Babayan, Beraterin des Bürgermeisters, sagte, die technische Spezifikation für die Bauüberwachung sei fertig und gehe nun in die rechtliche Prüfung. Sie folgt der FIDIC-Logik, die Bauüberwachung übernimmt also zugleich die Rolle des Ingenieurs und des Vertragsmanagers.
Quellen:ArmenpressBeschlussentwurf: rund 4 Hektar sollen zum überwiegenden öffentlichen Interesse erklärt werden
Der in Umlauf gebrachte Entwurf eines Regierungsbeschlusses betrifft 31 Objekte auf 41.130,3 m²: Wohnhäuser, einen Technologiepark, Produktionsflächen und Grundstücke. Der Erwerb ist mit 9,6 Milliarden AMD veranschlagt. Dieselben Unterlagen nennen 1.500 m Strecke, eine rund 210 m lange Brücke und 57 Monate Bauzeit, bei etappenweisem Bau 81. Verabschiedet ist der Beschluss nicht.
Quellen:HetqProgramm mit 107,3 Mrd. AMD bewertet, Finanzministerium stimmt zu
Laut der Beraterin des Bürgermeisters liegt der wirtschaftliche Wert des Investitionsprogramms bei 107,3 Milliarden AMD (rund 287,4 Millionen US-Dollar), die interne volkswirtschaftliche Rendite bei 15,3 %. Das Finanzministerium habe positiv Stellung genommen, nun warte man auf eine Sitzung des Investitionsausschusses.
Quellen:Novosti-ArmeniaPashinyan will den Bau „endlich beginnen“, zuerst mit der Ausschreibung der Bauüberwachung
In einer Regierungssitzung sagte der Premierminister, es sei sehr wichtig, mit dem Bau der Station endlich anzufangen. Die Stadtverwaltung solle zuerst die technische Bauüberwachung ausschreiben und dann die nächsten Schritte angehen.
Quellen:ARKA News AgencyAusschuss für öffentliche Investitionen genehmigt das Stationsprogramm
In seiner 8. Sitzung unter Vorsitz des Premierministers billigte der Ausschuss vier öffentliche Investitionsprogramme, darunter den Bau der Station Ajapnyak und die Modernisierung der Metro Jerewan.
Quellen:HetqBürgermeister: Station ist das am weitesten gediehene der genehmigten Programme, Finanzierungsentscheidung in ein bis zwei Monaten
Genehmigt wurden drei Infrastrukturprogramme mit einem Gesamtbudget von 650 Millionen US-Dollar. Die Station sei davon das ausgereifteste, sagte Avinyan, Planungs- und Haushaltsunterlagen seien vollständig. Ob es mit internationalen Finanzierungspartnern weitergeht, müsse in ein bis zwei Monaten entschieden werden.
Quellen:AravotPashinyan: Armenien spricht mit Russland über den Bau der Station
Nach einer Kabinettssitzung sagte Pashinyan vor Journalisten, Armenien bespreche mit Russland, ob es sich am Bau der Station beteiligen könne, denn Russland habe darin große Erfahrung. Ajapnyak sei der Beginn einer neuen Phase. Vorgesehen seien mindestens vier neue Stationen; die Linie solle über die Akademische Stadt bis Charbakh führen, damit die Züge im Ring fahren können. Eine Vereinbarung, Konditionen oder eine Finanzierung nannte er nicht.
Quellen:ArmenpressAvinyan: Stadt hat eine Vorauswahl für das Projektmanagement, auch russische Firmen wurden geprüft
Die Stadtverwaltung habe eine vorläufige Liste von Firmen, die sie zu einem Wettbewerb um das Projektmanagement einladen wolle, sagte Avinyan vor Journalisten. Zuerst brauche man einen Projektmanager und eine technische Bauüberwachung mit eigenen Ingenieuren, erst danach das Unternehmen, das die Metro tatsächlich baut. Dazu habe die Stadt „bestimmte Vorstellungen“. Nach Gesprächen mit Russland gefragt, sprach er von Fortschritten und laufenden Gesprächen. Russische Unternehmen seien ebenfalls geprüft worden, welches zum Zug komme, „wird sich zeigen“. Termine nannte er nicht.
Pashinyan: Russland könnte der beste Partner sein, kein Unternehmen in Armenien könnte eine Metro bauen
Im Interview mit Boon TV sagte Pashinyan, nach Analyse der Regierung könne Russland der beste Partner sein, angesichts der Parameter, nach denen die Metro Jerewan geplant und einst gebaut wurde. „Heute gibt es in Armenien kein Unternehmen“, dem man den Bau einer Metro per Ausschreibung übertragen könnte. Mit Russland ließen sich die Schwierigkeiten klein halten, ganz vermeiden ließen sie sich nicht. Eine Vereinbarung, einen Auftragnehmer oder Finanzierungsbedingungen nannte er nicht.
Stadt hält Anhörung zum Beschlussentwurf über das überwiegende öffentliche Interesse ab
Die Stadtverwaltung setzte die Anhörung für den 12. Oktober in ihrem Gebäude in der Argishti-Straße 1 an. Betroffenen Eigentümern, Rechteinhabern und weiteren Interessierten sollten dort das Investitionsprogramm, die nächsten Verfahrensschritte und die Entschädigungsregeln vorgestellt werden. Schriftliche Eingaben waren bis zum 9. Oktober möglich. Am 19. Oktober meldete die Stadt, der Entwurf habe das innerstaatliche Abstimmungsverfahren durchlaufen und die Anhörungen hätten stattgefunden. Verabschiedet hatte die Regierung den Beschluss bis dahin nicht.
Stadt will nun 2027 schrittweise mit dem Bau beginnen
Auf eine Anfrage von Sputnik Armenien antwortete die Stadtverwaltung, nach derzeitiger Planung beginne der Bau 2027 schrittweise. Der genaue Termin hänge von der Enteignung und den Ausschreibungen ab. Die Stadt rechnet damit, dass die Regierung noch vor Ende 2026 den Beschluss zum überwiegenden öffentlichen Interesse fasst und die Enteignung der Grundstücke beginnt. Vor den förmlichen Ausschreibungen will sie zunächst den internationalen Markt sondieren. Ursprünglich sollte der Bau 2024 beginnen.
Als Nächstes beobachten (noch nicht bestätigt)
- Der Regierungsbeschluss zum überwiegenden öffentlichen Interesse. Die Stadtverwaltung erwartet ihn bis Ende 2026; vorher kann die Enteignung nicht beginnen.
- Eine unterschriebene Vereinbarung mit Russland über Bau oder Finanzierung. Bisher gibt es nur öffentliche Aussagen. Am 6. Juli hatte der Bürgermeister eine Entscheidung über internationale Finanzierungspartner binnen ein bis zwei Monaten angekündigt; bekannt gegeben wurde keine.
- Einladungen an die Firmen auf der Vorauswahlliste der Stadt für Projektmanagement und technische Bauüberwachung sowie die Ansprache des internationalen Marktes, die laut Stadtverwaltung vor den förmlichen Ausschreibungen beginnen soll.
- Die Bauausschreibung und der Name eines Auftragnehmers. Davon hängt der Baubeginn 2027 ab.
- Ein Sieger im Wettbewerb um das Geschäftszentrum neben der Station. Die Präqualifikation endete im Februar 2026, ein Ergebnis wurde nicht veröffentlicht.
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